Eisenbahn in Franken und Thüringen

#1

380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 02.05.2015 14:21
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

bei folgendem Thema handelt es sich um kein klassisches Eisenbahnthema. Jedoch denke ich mir, dass der Neubau der 380kV-Trasse Bad Lauchstädt - Grafenrheinfeld, Abschnitt Altenfeld - Landesgrenze und Landesgrenze - Redwitz auf Interesse stößt, steht es doch zumindest abschnittsweise mit dem Bau von VDE8.1 trassenmäßig im Zusammenhang.
Auch dem Projekt VDE8.1 wird in diesem Forum breiter Raum gewidmet.


Wer sich für folgendes Thema interessiert, mit dem Namen "Südwestkuppelleitung" oder 380kV-Trasse Altenfeld - Redwitz nichts anfangen kann, seien folgende Links zur Einführung in das Thema empfohlen:

- zuständiger Übertragungsnetzbetreiber auf dem Abschnitt Altenfeld - Landesgrenze (bei Roth), also auf dem Thüringer Abschnitt ist die 50Hertz Transmission GmbH, die auf folgender Internetseite über das Projekt berichtet:

http://www.50hertz.com/de/Netzausbau/Pro...lleitung/Status

- zuständiger Übertragungsnetzbetreiber auf dem Abschnitt Landesgrenze - Redwitz (bayrischer Abschnitt) ist die TenneT TSO GmbH, die ihrerseits unter folgendem Link berichtet:

http://www.tennet.eu/de/netz-und-projekt...ld-redwitz.html

Das Projekt Trassenneubau leidet in der Öffentlichkeit leider unter einer großen negativen Vorbelastung: öffentliche Infragestellung der Notwendigkeit dieses Bauvorhabens; Trassenwahl; offene Kommunikation mit dem Bürger - Transport von Strom aus erneuerbaren Energien oder Transport von Kohlestrom?

Wertungsfreie Berichterstattung zum Thema sucht man bisher leider vergebens. Zweifelsohne handelt es sich um ein technologisch um ein einzigartiges Projekt, welches es wert ist, unter diesem Gesichtspunkt näher betrachtet zu werden.

Ähnlich den Meldungen zum Baufortschritt im Zuge des VDE8.1 werde ich im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten von Zeit zu Zeit etwas über das Baugeschehen zur Stromtrasse beitragen.

Jeder darf sich gerne beteiligen.


Mit Stand 02.05.15 konnte folgender Baufortschritt im Thüringer Abschnitt Ldk. SON beobachtet werden:

Ganz aktuell erfolgt der Bau der Maste Nr. 67a (zwischen Grümpen und Schalkau) und Nr. 77 (letzter Mast auf Thüringer Seite vor der Landesgrenze bei Roth) durch die Fa. EuropTen.

An allen genannten Masten wird zunächst die Baugruben mit dem Bagger hergestellt für den Bau der Kompaktfundamente (Plattenfundamente). Als nächstes wird die vollflächige Bewehrung für die Betonage der Fundamentplatte sowie die Betonage der Mastfüße eingebracht. Im weiteren Verlauf wird das Mastunterteil aufgebaut und die umlaufende Schalung montiert. Der Beton wird eingebracht.

Die Bauzustände an den genannten Masten reichen von ausgehobener Baugrube bis zu betonierter Fundamentplatte und aufgestelltem Mast-Unterteil.

Nachfolgend einige Bilder des Abschnitts Altenfeld - Landesgrenze rund um Roth. Die Maststandorte können folgendem Plan entnommen werden:

http://www.50hertz.com/LinkClick.aspx?fi...&language=de-DE

Mast 77 ist der letzte Mast auf Thüringer Gebiet. An ihn schließt in südlicher Richtung Mast 101 des Tennet-Abschnitts an.
Mit Mast 77 beginnt meine Bilderschau.
Viel ist noch nicht zu sehen; der bestehende Wirtschaftsweg (ehemaliger Kolonnenweg im Zuge der innerdeutschen Grenze) wurde als Baustellenzufahrt befahrbar hergerichtet. Maststandort ist noch nicht genau erkennbar, wird sich aber vmtl. rechts in Bildmitte befinden.



Mast 76: Baugrube ist ausgehoben und es wurde bereits Beton eingebracht. Hierauf wird dann die Bewehrung für das Fundament gebaut.



Mast 75: Die Baugrube ist bereits mit der Bewehrung ausgerüstet, das Mastunterteil aufgebaut und die Mastfußbewehrung ist eingebracht.



Mast 74: Mastunterteil aufgebaut, links und rechts danneben der aufgehäufte Boden, der nach Abschluss der Arbeiten wieder eingebracht wird. Ferner die temporäre Baustellenzufahrt zum Maststandort aus Baggermatratzen. Hier wird deutlich, wie gering die Inanspruchnahme von Fläche für den Bau der Trasse hier ist.



Mast 73: Blick auf das bewehrte Kompaktfundament und die Einbindung der Mastfüße.



Mast 72: Hier fehlt noch die Mastfußbewehrung.



Mast 71: Aufgebautes Mastunterteil im Bereich der Deponie Müß als Folge des Baus des Tunnel Müß, des Voreinschnitt Süd und Nord. Im Vordergrund die Zufahrt Maststandort.



Tobias


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#2

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 02.05.2015 15:49
von Baureihe 628 • 1.133 Beiträge

Hallo Tobias,

sehr interessanter Bericht, danke dafür!

Im fränkischen Bereich der Trasse stehen bereits einige Masten. Interessant ist, dass bei Rödental ein Mast begonnen wurde, der direkt unter der 110kV-Leitung Redwitz-Coburg/Neustadt steht. Wie der Mast dort nun gebaut werden soll, ist mir ein Rätsel. Klar soll die 110kV-Leitung von Waldsachsen bis Redwitz auf die Masten der 380kV-Leitung verlegt und deren alten Masten abgebaut werden, aber dafür muss ja erst die 380kV-Leitung fertiggestellt sein...

Bilder von mir werden folgen.

Gruß,
Jan

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#3

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 02.05.2015 16:47
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo Jan,

ab Mast 125 (Standort etwa im Bereich Itztalbrücke / VBK Coburg Nord / Dörfles-Esbach ) wird die bestehende 110 kV-Leitung Coburg - Redwitz der Eon Netz GmbH auf einem Gemeinschaftsgestänge beider Übertragungsnetzbetreiber mit zwei zusätzlichen Traversen auf der neuen 380kV-Trasse mitgeführt. Die bestehenden Masten werden zurückgebaut.

Bei dem Mast, welcher im Profil der bestehenden 110kV-Trasse gebaut wird, handelt es sich um Mast 132. Dieser Mast dient ersatzweise als Abzweig für 110kV-Anbindung von Neustadt bei Coburg. Der bestehende 110kV-Abzweig nach Neustadt liegt im Bereich der rückzubauenden 110kV-Trasse. Als Bauprovisorium für den Bau Mast Nr. 132 wird deshalb die 110kV-Leitung Coburg - Redwitz mit dem Bau eines temporären Mastes östlich umgangen.

Tobias


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#4

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 02.05.2015 18:09
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

ergänzend zu den gezeigten Bildern der Maste 77 - 71 nun doch die bereits im Bau befindlichen Maste 68, 69 und 70 bei Schalkau.

Mast Nr. 68 befindet sich zwischen Schalkau und Selsendorf und ist der erste Mast südlich des noch zu bauenden Umspannwerks Schalkau. Die Baugrube wurde mit Baggern ausgehoben. Im Hintergrund die Grümpentalbrücke.



Mast Nr. 69 mit temporärer Baustellenzufahrt aus Baggermatratzen. Das Mastunterteil ist aufgestellt, das Kompaktfundament ist betoniert und mit Folien abgedeckt.
Die Trasse überwindet das Grümpental zwischen beiden Masten mit einem 800m langen Weitspannfeld, wodurch das Tal von der Leitung nicht beeinträchtigt wird.



Mast Nr. 70 unmittelbar beim Nordportal des Tunnel Müß. Mastunterteil aufgebaut und Kompaktfundament betoniert. Interessant sind hier die unterschiedlich hoch ausgeführten Mastfüße, die dem natürlichen Geländeverlauf angepasst sind.
Zwischen Mast 70 und Mast 71 wird die Trasse VDE8.1 im Bereich des Tunnels Müß gekreuzt.



Tobias


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#5

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 02.05.2015 22:17
von 219 006 • 1.058 Beiträge

Interessante Bilder, Tobias!
Leider ist dein Beitrag doppelt. Kein großes Problem.
Was mich aber wundert, dass man die Masten komplett einbetoniert. Ich dachte, man macht da wie bei der Bahn, die Maste werden auf ein Fundament geschraubt. Das wäre beim Austausch eines umgeknickten Masts einfacher. Aber man wird schon seine Gründe haben.

Uwe


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#6

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 05.05.2015 21:28
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

@Uwe: Danke für die Antwort! Es bleibt zu hoffen, dass die Freileitungsmasten nicht umknicken. Die einzelnen Schüsse sind mit Knotenpatten verschraubt. In diesen Bereichen kann der Verband also jederzeit gelöst werden. Das wird wohl aber das kleinste Problem dabei sein...

Morgen wird vsl. Mast 121 im Tennet-Abschnitt gestockt. Alle Schüsse und Traversen wurden fertig vormontiert, sodass sie mit dem Mobilkran gestockt werden können. Der Standort befindet sich unmittelbar neben der B4 (Ortsumfahrung Rödental) und der ICE-NBS.

Anbei ein Bild vom 26.04.15 mit aufgebautem Mastunterteil.



Tobias


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#7

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 06.05.2015 20:37
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

Mastbaustelle Mast 108 im Tennet-Abschnitt nahe Fornbach.



Aufstellen des Mast-Unterteils mit einem Mobilkran der Fa. GRIMM.

Im Hintergrund der Einschnitt der NBS VDE8.1, links die SÜ GVS Fornbach - Fischbach.

Tobias


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#8

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 17.05.2015 19:49
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

heute zeige ich Euch einige Mastbaustellen auf dem Abschnitt Landesgrenze bis Oberfüllbach.

Los geht's am zweiten Mast (Mast Nr. 102) im Tennet-Abschnitt. In Bildmitte das aufgestellte Mastunterteil. Links im Hintergrund der bereits gestockte Mast 114 auf der Hohen Schwenge bei Oberwohlsbach. Der Mast wird später noch mehrmals zu sehen sein.
Rechts im Bild VDE8.1 mit der Talbrücke Froschgrundsee.



Am Nordhang des Itztals folgt Mast 103. Das Mastunterteil ist aufgestellt, die Traversen und die Mastspitze sind montiert, weitere Stäbe für die Schüsse liegen zur Montage bereit. Im Hintergrund die Talbrücke Froschgrundsee. Im direkten Vergleich zwischen diesen beiden ersten Fotos ist der Höhenunterschied zu erkennen, den die Trasse in diesem Feld überwindet.



Auf Mast 103 folgt ein Weitspannfeld über den Froschgrundsee hinweg.

Am Südufer wird Mast 104 hergestellt. Hier erfolgen noch keine Arbeiten, die Baufläche ist bereits abgesperrt. Die Trasse verläuft in östlicher Lage parallel zu VDE8.

Mast 105 wird im Bereich der Talbrücke Pöpelholz im gleichnamigen Waldstück errichtet. Die Baustraße ist eingerichtet.

Mast 106 wird auf der anderen Talseite errichtet. Hier haben noch keine Erdarbeiten stattgefunden, die Baustraße ist bereits eingerichtet.

Mast 107 folgt in direkter Richtung. Für diesen Mast sind noch keine Arbeiten erfolgt.

Mast 108 befindet sich an der GVS Fornbach - Fischbach. Nach dem Aufstellen des Mastunterteils (siehe Beitrag mit Bild vom 06.05.15) erfolgt aktuell das Betonieren der Mastfüße.
Die Schalungen sind an allen vier Füßen angebracht. Zwei Füße wurden bereits betoniert. Die Füße sind zum Schutz des frisch eingebrachten Betons gegen Witterungseinflüsse abgedeckt.
Rechts im Vordergrund weitere Schalungselemente für Mastfüße.



Nach dem Mast 108 schwenkt die Trasse in südöstliche Richtung gen Gereuth. Es folgt zunächst Mast 109.
Hier erfolgten aktuell die Tiefbauarbeiten. Entgegen der bereits gezeigten Fälle kommen hier Einzelfundamente (Stufenfundamente?) zur Anwendung. Jeder Fuß erhält ein eigenes Fundament. Zu sehen sind die hergestellten Baugruben für die Fundamente.



Es folgt Mast 110. Ebenfalls mit Einzelfundamenten ausgerüstet, wurde hier das Mastunterteil bereits aufgestellt. Der Blick schweift in östliche Richtung.



Als nächstes kommen wir zum Mast 111. Wie die beiden zuvor betrachteten Maste wurden auch für Mast 111 Einzelfundamente hergestellt. Das Mastunterteil ist aufgestellt. Darüber hinaus erfolgte hier schon das Betonieren der Mastfüße, welche gegen Beschädigungen des Betons im Abbindeprozess gegen Witterungseinflüsse geschützt sind.

Schauen wir uns das Bild an; der Blick schweift gen Norden und lässt mit dem markanten Blessberg (Blessturm mit Rundfunkantenne) den groben Trassenverlauf erkennen. Im Bildvordergrund sind zu sehen die bereits besprochenen Maste 111, 110 und 109. Schräg rechts unterhalb des Blessbergs ist der Galgenberg bei Schalkau zu erkennen. Etwa in der halben Breite des Berges verläuft die Trasse gen Norden. Leider ist der Trassenverlauf von VDE8 nicht zu erkennen. Dies würde die Vorstellbarkeit des Trassenverlaufs der Südwestkuppelleitung erleichtern.



Südlich des Mastes 111 schwenkt die Trasse in südwestliche Richtung, um fernab von Ortslagen und zwischen Fornbach- und Itztal die Höhenzüge von Hoher Schwenge und Spitzberg zu überwinden.
Hierzu steigt die Trasse auf den nächsten Abschnitten steil empor. Vom Maststandort 112 ergibt sich bereits dieser Ausblick. Für den Mast 112 wurde bisher die Baufläche gerodet und die Baustraße angelegt.



Eine weitere Ebene höher wird Mast 113 angeordnet. Das Mastunterteil ist bereits aufgestellt, die Mastfüße betoniert. Weitere Arbeiten sind zunächst nicht zu erwarten, da keine Bauteile angeliefert sind.
Eine augenfällige Besonderheit hier ist fehlende farbliche Behandlung der Stäbe, die bei allen anderen Maste werkseitig erfolgte.



Die meisten ungläubigen Blicke auf sich gezogen haben dürfte bisher Mast 114. Er ist aus allen Himmelsrichtungen weithin sichtbar und macht in der Bevölkerung das "Kommen" der argwöhnisch beäugten Höchstspannungsleitung deutlich! Er war einer der ersten gestockten Maste im Abschnitt Landesgrenze - Redwitz.
Seine exponierte Lage auf dem Gipfel der Hohen Schwenge auf ca. 500m ü. NN. und die eindrucksvolle Konstruktionshöhe von 56,00m machen es aber andererseits möglich, den Eingriff in die Vegetation des zu querenden Waldgebietes auf ein Minimum zu begrenzen.

Das Foto ist im Hochformat aufgenommen worden, um den ganzen Mast abzubilden. Gewaltig ragt er in den Himmel, der sich in den bayrischen Landesfarben blau/weiß zeigt.



Am Südhang der Hohen Schwenge folgt der ebenfalls 56,00 Meter hohe und bereits gestockte Mast 115.

Mast 116 befindet sich auf Höhe von Oberwohlsbach.

Im folgenden dreifeldrigen Abschnitt wird das Fornbachtal gekreuzt. Die Trasse verläuft hier weiter östlich des VDE8, welches hier nach dem Unterfahren der genannten Berge im Reitersbergtunnel wieder an das Tageslicht kommt.

Mast 117 wird am Nordhang des Fornbachtals errichtet.

Mast 118 wird am Südhang des Fornbachtals errichtet.

Im folgenden Feld wird bis zum Mast 119 die GVS Unterwohlsbach - Fornbach gequert. Für die drei letztgenannten Maste sind keine Arbeiten auszumachen.

Die Trasse schmiegt sich nun dicht an das VDE8 heran, um in größtmöglicher Distanz Schloss Rosenau zu umgehen.

Mast 120 wurde ebenfalls bereits gestockt und er misst 50,00m. Auf dem folgenden Bild sind von vorne nach hinten zu sehen:
Mast 121 - Mastunterteil aufgestellt, Schüsse und Traversen vormontiert
Mast 120 - gestockt
Mast 115 - gestockt
Mast 114 - gestockt
Im Vordergrund der Einschnitt Dörfles-Esbach des VDE8. Eindrucksvoll ist der Größenvergleich dieser beiden völlig unterschiedlichen Projekte, die aber erst durch die Deutsche Einheit möglich wurden und in der Bevölkerung ähnlich umstritten sind.
Am linken Bildrand schließlich die SÜ B4 (Ortsumfahrung Rödental) sowie das mobile Betonmischwerk für VDE8.



Mit VDE8 geht es auch im nächsten Bild weiter!

Maste 122 und 123 folgen in der selben Richtung, ehe mit den Masten 123, 124 und 125 das umständliche Queren mehrerer Verkehrswege erfolgt;
ab Mast 124 verläuft die Trasse in südöstliche Richtung, überquert dabei VDE8 sowie die BAB A73. Der Mast findet Platz zwischen BAB A73 und dem Esbacher See.
Im nächsten Feld bis Mast 125 wird die St2207 (Coburg - Rödental) gequert. Er wird seinen Platz finden zwischen St2207 und der VBK Coburg Nord im Zuge VDE8.
Am Mast 125 erfolgt die Aufnahme der bestehenden und im folgenden Abschnitt rückzubauenden 110kV-Trasse Coburg - Redwitz. Da von den zuletzt genannten Masten nichts zu sehen ist, soll es mit Informationen genug sein.
Im weiteren Verlauf wird das Itztal mit zwei Feldern gequert. Mast 126 wird im Tal angeordnet, Mast 127 an der südöstlichen Talflanke und die Trasse steigt wieder an zum Mast 128.

Von hier an verlaufen drei Transportsysteme parallel - die BAB A73 ist auf dem Weg gen Süden hinzugekommen.

Auf dem Bild ist Mast 128 rechts hinten dargestellt, während im Vordergrund Mast 18 der rückzubauenden 110kV-Trasse Coburg - Redwitz des Netzbetreibers EON zu erkennen ist. Zur Aufnahme der beiden Stromkreise an den Masten der 380kV-Trasse erhalten diese eine weitere Leitungsebene mit zwei Traversen, die unterhalb der 380kV-Ebenen angeordnet sind, ebenfalls auf dem Bild zu erkennen.



Nach dem Mast 128 wird VDE8 und BAB A73 in südöstliche Richtung gequert.

Mast 129 ist im Bau, soll hier aber nicht gezeigt werden.

Mast 130 wird dafür mit zwei Bildern bedacht, zeigte er sich doch heute in einem bisher nicht gezeigten Baustadium;
die Baugrube ist ausgehoben, Sohlbeton ist eingebaut und das Mastunterteil ist in zwei Teilen vormontiert.



Die Baugrube ist geflutet (gewünscht oder nicht?) und ein Teil des Mastunterteils ist seinem Bestimmungsort schon nahegekommen. Deutlich sind die Kran-Hilfen an den Oberkanten beider Mastunterteile zu erkennen, die das Anschlagen der vormontierten Teile ermöglichen.



Von Mast 131 ist noch nichts zu sehen.

Mast 132 wurde bereits in der Vergangenheit eingehend beleuchtet.

Mast 133 ist noch nicht in Arbeit.

Hingegen zeigt sich Mast 134 in folgendem Stadium; Mastunterteil montiert und Gründungsarbeiten abgeschlossen.
Im Hintergrund der Damm der BAB A73. VDE8 hat sich gen Südwesten abgewendet, um BAB A73 im Tunnel Feuerfelsen zu unterqueren.



Im Weiteren verläuft BAB A73, 110kV-Trasse Coburg - Redwitz und 380kV-Trasse für einen kurzen Abschnitt parallel.
Für Mast 134 haben die vorbereitenden Arbeiten mit Einrichtung der Baustraße begonnen.

Mast 135 zählt zu den zuerst gestockten Masten.
Er steht direkt neben Mast 35 der rückzubauenden 110kV-Trasse Coburg - Redwitz, die im folgenden Feld die BAB A73 gen Südwesten quert.
Mast 135 ist nur 30,00m hoch, wirkt aber dennoch imponierend.



Am unteren Bildrand sind auf der BAB A73 die Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen im Zuge des Parkplatzes "Coburger Forst" auszumachen. An dessen nördlichem Ende findet Mast 136 seinen Platz. Hier erfolgten noch keine Arbeiten.

Dies trifft auch auf den Mast 138 zu, für den bisher lediglich Rodungsarbeiten erfolgten.

Mast 139 widerum zeigt sich in folgendem fortgeschrittenen Baustadium mit aufgebautem Mastunterteil und abgeschlossenen Betonagearbeiten. Stäbe für die weitere Vormontage sind rechts auszumachen.

Im Hintergrund links die BAB A73.



Die Trasse wendet sich nun südlich von Oberfüllbach im Bereich des Mönchshügels von der BAB A73 in östliche Richtung ab, um Ebersdorf bei Coburg weiträumig zu umgehen.

Vom Mast 140 ist noch nichts zu sehen.

Mast 141 wird im Bereich von landwirtschaftlich genutzer Ackerfläche angeordnet, auf der der Bauer bereits gemäht hat.

Mit Mast 142 wendet sich die Trasse endgültig von den beiden bekannten Verkehrsprojekten Deutsche Einheit, zum einen BAB A73 und zum anderen VDE8 ab. Deswegen möchte ich an dieser Stelle den Bericht zunächst beenden.

Mast 142 zeigt sich mit aufgebautem Mastunterteil und abgeschlossenenen Betonagearbeiten.



Tobias


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#9

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 18.05.2015 13:51
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

als Fortsetzung zu vorstehendem Beitrag

380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

hier nun Bilder aus Thüringen im Abschnitt Blessberg - Schalkau.

Die Bilder von Mast 42 bis Mast 47 sind vom 09.05.15, alle weiteren vom 17.05.15.

Der Veranschaulichung der Maststandorte dient folgende Karte:

http://www.50hertz.com/LinkClick.aspx?fi...&language=de-DE

Die Trasse verläuft im gezeigten Abschnitt an einem östlichen Ausläufer des Blessbergs sowie auf dem Kamm des Mittelbergs, um bei Neundorf und Truckenthal in Parallelführung mit VDE8 gen Süden zu verlaufen.

Mast 42 zeigte sich am 09.05.15 mit aufgebautem Mastunterteil und montierten Schalungen. Deutlich erkennbar sind die Einzelfundamente für jeden Mastfuß.



Auf dem folgenden Bild wird die Bauweise deutlich.



Mast 43 ebenfalls mit aufebautem Mastunterteil und eingebrachtem Beton an den Mastfüßen. Die Mastfüße sind zum Schutz vor Beschädigungen durch Witterungseinflüsse abgedeckt.



Leider regnete es, als ich an der Mastbaustelle für Mast 44 war. Der Aushub der Mastfundamente erfolgte bereits. Deutlich erkennbar sind die unterschiedlichen Höhen der einzelnen Mastfüße.



Für Mast 45 waren ebenfalls die Baugruben für das Herstellen der Fundamente ausgehoben.



Im gleichen Baustadium zeigt sich Mast 46; Aushub der Baugruben abgeschlossen.



Südlichster Mast auf dem Mittelberg ist Mast 47. Hier waren am 09.05. ebenfalls die Gründungsarbeiten in vollem Gange. Der Blick schweift gen Osten. Im Hintergrund ist der Steger zu erkennen, getrennt durch den Truckenthaler Grund.



Der Blessberg seinerseits ist widerum durch das Tal des Müßleinsbachs getrennt vom Mittelberg und dem bis hierher beschriebenem Trassenverlauf. Um die Trasse bei Truckenthal in paralleler Lage zu VDE8 zu führen, wird das Tal des Müßleinsbachs mit einem Weitspannfeld gequert, um auf einen südlichen Grat des Blessberges zu gelangen und von dort auf das Niveau der NBS VDE8 hinabzusteigen.

Der folgende Abschnitt dürfte damit einen der eindrucksvollsten Abschnitte im Zuge der Südwestkuppelleitung darstellen.

Lassen wir die Bilder sprechen!

Für Mast 48 erfolgen derzeit die vorbereitenden Tiefbauarbeiten. Hier hinauf kommt kein Lkw!



Das folgende Bild vermittelt einen Eindruck von der Lage des Maststandortes. Der Blick schweift in südöstliche Richtung nach Oberfranken. Links und rechts geht es hier steil hinab.
Rechts im Bild der Einschnitt für den Übf Theuern im Zuge des VDE8.1.



Mehrere Etagen tiefer die Mastbaustelle Mast 49. Das Mastunterteil wurde aufgestellt.



Ein großartiger Ausblick auf die Neubaustrecke.



Es folgt Mast 50, ebenfalls oberhalb der NBS.



Die Baugruben für die Mastfüße sind ausgehoben.



Mast 51 steht direkt westlich des Südportals des Blessbergtunnels. Dieser Standpunkt befindet sich im Bereich des Baums auf dem folgenden Foto.
Der Blick schweift von Süd nach Nord. Im Vordergrund der Mastandort 52 im Bereich des nördlichen Widerlagers der Truckenthalbrücke, in Bildmitte bei dem Baum Maststandort Mast 50. Im Bereich des Baggers der bereits gezeigte Mast 50 und am oberen Bildrand der markante Rundfunkmast auf dem Blessberg.



Für die Maste 53 bis 66 im Abschnitt Truckenthal, Theuern, Schalkau erfolgen derzeit die vorbereitenden Arbeiten zur Baufeldfreimachung und Anlegung von Baustraßen.

Im Bereich des künftigen Umspannwerks Schalkau nahe der B89 zwischen Schalkau und Grümpen wurden die ersten beiden Mastunterteile aufgestellt.

Es sind dies Mast 67a und Mast 68.
Bei Mast 67a handelt es sich um einen temporären Mast, der mit dem Bau des Umspannwerks wieder entfallen wird.

Aktuell erfolgt hier das Einbringen der Bewehrung für das Plattenfundament.



Nachfolgend das aktuelle Baustadium für Mast 68. Er steht am Nordrand des Grümpentals, welches bis zum Mast 69 mit einem Weitspannfeld gequert wird.



Tobias


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#10

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 09.06.2015 22:25
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

es folgen aktuelle vom Baufortschritt der Südestkuppelleitung zwischen Landesgrenze und Blessberg.

Der Fortgang der Arbeiten erfolgt in rascher Abfolge.

Maste 75, 74, 73 sind bereits gestockt.
Stellvertretend ein Foto von Mast Nr. 74 bei Roth.

Im Vordergrund die Rollen für den Seilzug.



Weiter zu Mast 72, der sich in diesem Zustand zeigt. Eine Traverse sowie die Mastspitze sind montiert.



Wiederum in einem anderen Bauzustand zeigt sich Mast 71. Das Mastunterteil ist aufgestellt, eine erste Schusswand ist eingebaut. Auf der Vormontagefläche liegen Schüsse und Traversen bereit.
Interessant ist auch der Maststandort. Dieser befindet sich auf der Deponie, die die Ausbruchmassen des Tunnels Müß sowie Voreinschnitt Süd Tunnel Müß aufgenommen hat.

Im Bildvordergrund sind Ausgleichsmaßnahmen im Zuge des VDE8 zu erkennen. Diese erfolgen im gesamten Umfeld der Neubautrasse.



Unmittelbar am Nordportal des Tunnels Müß befindet sich Mast 69, dessen aufgestelltes Mastunterteil hinter dem angelieferten Gestänge zu erkennen ist.



Ein noch völlig ungewohnter Anblick in der gesamten Umgebung ist der gestockte Mast Nr. 69 am Südrand des Grümpentals, welches 800m weitgespannt überquert wird.

Während alle anderen Maste das Erdseil auf der Spitze tragen, verfügt Mast Nr. 69 über zwei Erdseiltraversen zur Aufnahme von zwei Erdseilen. Diese werden aufgrund der höheren Blitzschutzanforderungen installiert, da offenbar die Gefahr eines Blitzeinschlags in dieser exponiertem Lage erhöht ist.



Bei Schalkau steht Mast Nr. 68, dessen Mastunterteil aufgestellt wurde. Der Erdbau ist hier bereits weit abgeschlossen. Im Hintergrund erkennt man den eben gezeigten Mast Nr. 69 bei Selsendorf.



Der temporäre Mast Nr. 67a zeigt sich im selben Baustadium mit aufgestelltem Mastunterteil und abgeschlossenen Tiefbauarbeiten.

Links und rechts erkennt man hinter dem Mast zwei Maste der 110kV-Leitung Mürschnitz - Meiningen. Links oben schwach im Dunst zu erkennen der Sendeturm auf dem Blessberg.



Für den Bau der Maste 66 bis 53 zwischen Schalkau und Theuern werden derzeit in großem Umfang Baustraßen im Wald hergestellt.

Es erfolgt ein Sprung an die Nordseite des Tals bei Truckenthal zur Mastbaustelle Mast Nr. 52. Hier beginnen derzeit die Tiefbauarbeiten mit der Herstellung der Baugruben. Das Foto enstand am Maststandort Mast Nr. 52 und der Blick schweift gen Nord; im Vordergrund das angelieferte Gestänge, u.a. die Eckstiele mit den Steigbügeln. In Bildmitte das aufgestellte Mastunterteil Mast Nr. 51, dahinter Mast Nr. 50. Die Lichtung rechts im Wald markiert Maststandort Mast Nr. 49.



Weiter zu Mast Nr. 51 an der GVS Truckenthal - Neundorf und in unmittelbarer Nähe zum Südportal des Blessbergtunnels. Das Mastunterteil wurde aufgestellt. Gut zu erkennbar die Bauform der Fundamente als Stufenfundamente. Mehrere Einzelfundamente verschiedener Durchmesser werden aufeinandergesetzt.



Nun geht es in die Höhe. Mast 50 in seiner exponierten Lage zeigt sich mit aufgestelltem Mastunterteil. Auch dieser wird auf Stufenfundamente gegründet.



Am Herrenberg gewinnt die Trasse schnell an Höhe. Für Mast 49 wurde das Mastunterteil aufgestellt und der Tiefbau abgeschlossen. An den unterschiedlichen Längen der Eckstiele ist die enorme Neigung des Geländes zu erkennen.



Die Luft wird dünn am Maststandort Mast 48. Die karge Vegetation lässt diesen Schluss zu.

Mast 48 steht am Ende eines ca. 600m langen Weitspannfeldes, welches den Truckenthaler Grund überspannt und die Trasse gen Blessberg führt. Den besonderen statischen Anforderungen trägt die besondere Gründung Rechnung. Hier sorgen Kleinbohrpfähle für die Aufnahme der Lasten.



Abschließend schweift der Blick in die Ferne... über den Truckenthaler Grund hinweg zum ca. 600m entfernten Maststandort Mast Nr. 47. Zwischen den Bäumen ist das vormontierte Mastunterteil zu erkennen.



Tobias


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#11

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 10.06.2015 21:10
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

als Fortsetzung zum Beitrag vom gestrigen 09.06.15 folgen nun die Bilder vom Abschnitt in Bayern.

Los geht es an der Landesgrenze.

Am Mast 101 waren bei meinem letzten Besuch noch keine Arbeiten auszumachen. Das Gelände war lediglich abgesperrt.

Mast 102 zeigt sich mit aufgestelltem Mastunterteil.

Bei Mast 103 wurde ebenfalls das Mastunterteil aufgestellt. Ferner liegen alle weiteren Bauteile vormontiert für den Einbau bereit.



Mast 104 befindet sich auf der Südseite des Itztals, welches mit einem Weitspannfeld im Bereich des Froschgrundsees überquert wird. Genannter Mast zeigt sich mit aufgestelltem Mastunterteil. Der Betoneinbau für die Fundamente steht unmittelbar bevor.



Die Baustelle nochmals aus erhöhter Position. Fotografiert vom Damm der benachbarten Talbrücke Froschgrundsee. Diese Perspektive lässt im Hintergrund den Froschgrundsee erkennen. Der Zusammenhang der Südwestkuppelleitung mit VDE8 wird auf diesem Foto durch die rechts gelagerten Gleistragplatten symbolisiert.



Der nächste Mast mit der Nr. 105 steht unmittelbar neben der Talbrücke Pöpelholz. Hier haben die Arbeiten ebenfalls begonnen. Die Herstellung der Baugrube ist erfolgt und parallel wird das Mastunterteil vormontiert.



Auf der südlichen Talseite wird Mast 106 seinen Platz finden. Hier wurde bisher einzig die Baustraße angelegt und der Maststandort abgesperrt.

Von Mast 107 ist noch gar nichts zu erkennen.

Ganz anders sieht es bei Mast 108 aus. In den vergangenen Tagen wurde hier ganze Arbeit geleistet und der Mast bis zur unteren Traversenebene gestockt.



Sprung auf die andere Seite von Reitersberg, Spitzberg und Hoher Schwenge nach Oberwohlsbach.
Unmittelbar neben der GVS Fornbach - Oberwohlsbach entsteht Mast 119. Hier erfolgen derzeit noch keine Arbeiten.

Inzwischen auch gestockt wurde jedoch Mast 121, dessen vormontierte Schüsse viele Wochen neben der Ortsumfahrung B4 lagerten.
Gut sichtbar sind die bereits angebrachten Tragketten mit Rollen für den Seilzug.



Sprung über das Itztal zu Mast 129 bei Waldsachsen. Das Mastunterteil ist aufgestellt und die Herstellung der Fundamente wurde vorbereitet.



Es folgt Mast 130 mit aufgestelltem Mastunterteil und nahezu abgeschlossenen Tiefbauarbeiten.



Inzwischen begonnen haben die Arbeiten nun auch für Mast 131, der im Bereich des Übf Rödental enstehen wird. Die Baustelle zeigt sich mit ausgehobener und betonierter Baugrube.



Als nächstes ist Mast 139 zu sehen, der sich in einem bisher nicht gesehenen Bauzustand zeigt mit gestocktem Mastschaft. Ein weiterer Schuss liegt vorgefertigt zum Stocken bereit.



Der selbe Mast zwei Wochen zuvor beim Herstellen einer Schusswand.



Den Abschluss bildet der bereits fertig gestockte Mast 147 in der Nähe von Großgarnstadt.



Tobias


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#12

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 16.07.2015 18:16
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

in der Zwischenzeit sind die Arbeiten im beschriebenen Abschnitt deutlich vorangeschritten:

Nachfolgend zum Festhalten der Beobachtungen einige Notizen.

Im Thüringer Abschnitt sind folgende Fortschritte zu verzeichnen:

Am Blessberg (M42 - M47) erfolgt aktuell das Stocken aller Maste. Aufgrund der ungünstigen topografischen Verhältnisse kommt hier kein Mobilkran zum Einsatz, sondern die Maste werden Stab für Stab mit einem Stockbaum in Handarbeit montiert. Die Einzelteile werden hierbei mit einer Winde an die Einbaustelle gezogen.

M48 - M52: Mastunterteile errichtet, teilweise Montage des Mastschaftes. Aufgrund ähnlich schwieriger Bedingungen gehe ich auch hier vom Einsatz des Stockbaums zum Stocken aus.

M53 (Übf Theuern) - M66: Erdarbeiten von Theuern bis Schalkau nach Herstellen umfangreicher Baustraßen in vollem Gange. Im Bereich der Kreiserdstoffdeponie bei Theuern macht die Trasse einen Schwenk nach Westen. Hier werden teilweise Kleinbohrpfähle zur Gründung eingesetzt.

M67 - M68 (Schalkau): M67a und M68 gestockt, M67 Erdarbeiten, Fundamentarbeiten und Mastunterteil errichtet.

M69 - M77 (Landesgrenze): Alle Maste gestockt und teilweise mit Laufrädern ausgerüstet.

Abschnitt in Bayern:

M101 - M105: gestockt und teilweise Ausrüstung mit Laufrädern

M106 (Pöpelholz): gestockt am 16.07.15

M107 - M115 (Bereich Oberwohlsbach): gestockt und teilweise mit Laufrädern ausgerüstet

M116 - M120 (Bereich Rosenau): Erdarbeiten / Aufstellen Mastunterteile

M121 - M122: gestockt

M123 (Rosenau) - M127 (Einziger Mast im Itztal!): teilweise Erdarbeiten, teilweise noch keine Arbeiten (hier insb. M126 am Nordrand des Itztals im Dreieck BAB A73 / VBK Coburg Nord / Neustadter Str.)

Tobias


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#13

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 20.07.2015 18:52
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

vom 19.07.15 stammen folgende Beobachtungen:

M53: Winkelabspannmast mit extrem schwierigen Gründungsverhältnissen an der Südflanke des Tals bei Truckenthal. Die Gründung erfolgt mittels Stufenfundamenten, von denen sich aufgrund der Topografie jedes auf einer anderen Höhe befindet. Die Gründung macht umfassende Erdarbeiten erforderlich. Die Herstellung aller Fundamente erfolgt hier im Schutze von Spundwänden.

M54: Winkelabspannmast auf der Hochfläche bei Theuern. Ab hier lenkt die Trasse gen Westen aus, um die ehemalige Kreiserdstoffdeponie zu umgehen. Gründung mittels Kleinbohrpfählen. Nach dem Aushub der Baugruben erfolgt im Moment die Herstellung der Bohrpfähle. Außerhalb des Standplatzes wurde das Mastunterteil in zwei Teilen vormontiert.

M55: Winkelabspannmast. Gründung mittels Stufenfundamenten vmtl. in Verbindung mit Kleinbohrpfählen. Baugrube ausgehoben, Mastunterteil außerhalb vormontiert.

M56: Winkelabspannmast. Trasse erreicht hier den westlichsten Punkt! Noch keine Erdarbeiten. Maststandort ist mit Absteckungen im Getreidefeld gekennzeichnet.

M57: Tragmast! Trasse läuft nun wieder in Richtung Südosten auf das Nordportal des Tunnels Baumleite. Ab hier fällt die Trasse gen Schalkau. Baugrube ausgehoben. Gründung mittels Kompaktfundament.

M58: Winkelabspannmast. Aktuell erfolgen hier die Erdarbeiten. Gründung mittels Stufenfundamenten. Von hier an verläuft die Trasse durch den Rödersgrund. Das dauerfeuchte Tal hat bereits für die Herstellung der Baustraßen großen Aufwand nach sich gezogen.

M59 - M61 (Tragmaste), M62 (Winkelabspannmast): Die Trasse verläuft hier geradeaus gen Nordostrand von Schalkau. Hier muss erst noch die Baufeldfreimachung und der Holzeinschlag erfolgen. Der Verlauf der Baustraße lässt die Maststandorte nur erahnen.

M63: Winkelabspannmast. Vermutlich der letzte Mast, der via Theuern erreicht wird. Die Baustraße führt aktuell bis zum künftigen Standort Mast 60.

M64, 65 (Tragmaste), M66: Winkelabspannmast. Baustraßenzuführung via Zufahrt Grümpentalbrücke/ Notausgang Tunnel Baumleite zwischen Schalkau und Grümpen. Die Anlegung der Baustraßen ist erfolgt. Hier noch keine Erdarbeiten. Die Trasse verläuft in diesem Abspannfeld wieder in südöstliche Richtung in Richtung ICE-Strecke.

M67: Winkelabspannmast. Im Feld M66 - M67 wird die Bahnstrecke Eisfeld - Sonneberg und die B89 gequert. Nach dem Abschluss der Erdarbeiten erfolgte hier bereits das Aufstellen des Mastunterteils.

Südlich des Mast 67 soll sich künftig das Umspannwerk Schalkau anschließen. Diesen Bereich umgeht die Trasse derzeit mit M67a (Winkelabspannmast), um bei M68 (Winkelabspannmast) wieder auf den angestrebten Verlauf zu stoßen.

Tobias


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#14

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 20.07.2015 19:24
von LUDMILLA • 56 Beiträge

Wow, super Dokumentation Herr Weißflog, deine tollen Aufnahmen setzen dem Ganzen noch die Krone auf.

Vom Horry gibt es schöne Luftaufnahmen von der Leitung und der NBS auf thüringischer Seite (Stand Ende Mai).

https://www.youtube.com/watch?v=_pM6t_QBxkE

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#15

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 17.08.2015 18:45
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

am 16.08.15 war folgender Baufortschritt erreicht:

bis Mast 47 (Bereich Blessberg): Seilzug! Erdseiltraversen und obere Leiterseilebene mit Seilen ausgerüstet. Im Bereich der Leiterseilebene wurden jeweils zwei Viererbündel gezogen.

Mast 47 bis Mast 48: Weitspannfeld über dem Truckenthaler Grund

Mast 48: Mastschaft gestockt bis unterhalb der unteren Traverse. Ob Mobilkran oder Stockbaum zum Einsatz kommt, weiß ich nicht.

Mast 49: Mast vollständig gestockt!

Mast 50: seit Mitte Juli keine Arbeiten; Mastunterteil und erster Schuss gestockt, zweite Schussebene eine Schusswand hergestellt und rückverankert. Alle weiteren Schüsse und Traversen sind vollständig vormontiert.

Mast 51 (Bereich GVS Truckenthal - Neundorf): Alle Schüsse und Traversen fürs Stocken vormontiert. Stocken noch nicht erfolgt.

Mast 52: keine Fortschritte erkennbar, Mastunterteil aufgestellt

Mast 53 (Südseite Truckenthaler Tal): Mastunterteil aufgestellt, Stufenfundamente betoniert und ausgeschalt. Kein Gestänge vorgelagert, keine Schüsse vormontiert.

M54 (Beginn Umgehung Kreiserdstoffdeponie Theuern): Mastunterteil aufgestellt. Bei Mast 54 - 56 handelt es sich um Winkelabspannmaste. Die Gründung erfolgt hier mittels Kleinbohrpfählen. Ankerung einschließlich Ankerbewehrung, Fundamentbewehrung (Einzelfundamente) und Mastfußbewehrung hergestellt. Fundamentbewehrung geschalt, noch nicht betoniert.

M55: gleiches Patent. Mastunterteil aufgestellt, alles weitere siehe M54. Hier jedoch noch keine Schalung hergestellt.

M56: gleiches Patent. Hier wurde jedoch bisher lediglich der Aushub abgeschlossen und die Bohrpfähle eingebracht. Noch keine Montage des Mastunterteils.

M57: Tragmast mit Stufenfundamenten. Mastunterteil aufgestellt, Stufenfundamente betoniert und ausgeschalt. Oberste Ebene ist jedoch noch mit Folie abgedeckt zum Schutze des Betons.

M58: Trasse befindet sich hier wieder Nord - Süd - Richtung. Aushub abgeschlossen, Gestänge angeliefert. Keine Arbeiten erkennbar.

M59: Trasse schwenkt in den Rödersgrund gen Schalkau. Zuwegung angelegt, Oberboden abgeschoben. Maststandort: Wiesengrund.

M60: Zuwegung hergestellt, Rodungsarbeiten abgeschlossen. Noch keine Erdarbeiten.

M61: komplizierte Zuwegung angelegt, hierfür wurden Rodungsarbeiten durchgeführt. Maststandort befindet sich im geschlossenen Waldgebiet. Standort gerodet, noch keine Erdarbeiten.

M62, M63: Herstellung der Zufahrten noch nicht abgeschlossen, noch keine weiteren Arbeiten erfolgt. Bis hierhin erfolgt die Zufahrt via Theuern durch eine neu angelegte Straße.

M64: Beginn des Abschnitts bei Schalkau. Aushub abgeschlossen, Mastunterteil aufgestellt. Montage der Bewehrung für Stufenfundamente noch nicht erfolgt.

M65: Aushub abgeschlossen, Mastunterteil aufgestellt. Montage der Bewehrung für Stufenfundamente noch nicht erfolgt.

M66: Erdarbeiten.

Im folgenden Feld werden gekreuzt: 110kV-Leitung Meiningen - Neuhaus-Schierschnitz, Bahnstrecke Eisfeld - Sonneberg, Bundesfernstraße B89.

M67: Nach dem vollständigen Fertigstellen der Erdarbeiten und dem Aufstellen des Mastunterteils derzeit keine Arbeiten. Kein Gestänge angeliefert.

M67a, M68: fertig gestockt.

M69 (Südseite Grümpental): bis zur Landesgrenze sind alle Maste gestockt. Hier erfolgen derzeit massive Rodungsarbeiten. Herstellen der Schneisen für die Trasse. Der Abschnitt Mast 69 - Mast 70 - Mast 71 erfolgt in diesen Tagen. Im Bereich Tunnel Baumleite türmt sich bereits jetzt das geerntete Holz.

Jetzt bitte erst einmal Luft holen,

Tobias


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#16

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 17.08.2015 21:45
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

als Fortsetzung zum vorhergehenden Beitrag 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz nun der Blick auf die Arbeiten in Bayern.

Mast 101 (Landesgrenze) bis Mast 115 (bei Oberwohlsbach) fertig gestockt.

Mast 116 (auf Höhe Oberwohlsbach): noch nicht gestockt.

Mast 117 (unmittelbar bei Mischwerk Fa. PORR Tunnel Reitersberg): fertig gestockt.

Mast 118 (nördlich GVS Unterwohlsbach - Fornbach): fertig gestockt

Mast 119 (südlich GVS Unterwohlsbach - Fornbach): Mastunterteil aufgestellt, Mastschüsse teilweise vormontiert.

Mast 120 (einer der ersten gestockten Maste): wurde dieser Tage mit Laufrädern für den Seilzug ausgerüstet.

Mast 121: gestockt

Mast 122, Mast 123: wurden in den vergangenen Wochen in kürzester Zeit montiert und gestockt.

Mast 124 (Standort Esbacher See): keine Information

Mast 125: dieser Mast ist der erste Mast mit Gemeinschaftsgestänge des Übertragungsnetzbetreibers EON zur Mitführung der 110kV-Leitung Coburg - Redwitz auf der untersten Leiterseilebene. Hier erfolgen derzeit die Aushubarbeiten.

Mast 126 (Standort Itztal): Mast fertig gestockt!

Mast 127 (Standort Südrand Itztal): Aushub und Gründungsarbeiten. Winkelabspannmast und Gründung mittels Kleinbohrpfähle.

Mast 128 (einer der ersten Maste im Abschnitt): Winkelabspannmast bei Waldsachsen. Im folgenden Feld wird die BAB A73 und die NBS überquert. Hier wird derzeit der Seilzug vorbereitet. Zum Schutze der zu querenden Verkehrswege wurde ein Schutzgerüst mit Fangnetz über die BAB A73 errichtet. Zum Schutze des Verkehrs auf der GVS Waldsachsen - Cortendorf wurde auf der SÜ über die NBS ebenfalls ein massives Schutzgerüst errichtet. Der Straßenverkehr erfolgt einspurig mit Ampel.
Als weitere Maßnahme in Vorbereitung des Seilzuges von Mast 128 zu Mast 129 wurde an Mast 128 eine Rückverankerung im angrenzenden Boden mittels Erdankern.

Mast 129 - Mast 131: fertig gestockt

Mast 132 : Anbindung 110 kV-Trasse nach Neustadt bei Coburg, steht im Profil der bestehenden 110kV-Leitung Coburg - Redwitz und kann erst nach deren bauzeitlicher Verschwenkung gestockt werden. Mastuntereil steht seit längerer Zeit. Inzwischen wurden die Schüsse und Traversen montiert und liegen zum Stocken bereit.

Mast 133 - Mast 135: alle Maste fertig gestockt. In den folgenden Feldern erfolgen derzeit massive Rodungsarbeiten.

Mast 136 (Standort Parkplatz Coburger Forst an der BAB A73): Mastuntereil aufgestellt.

Mast 137: Mastunterteil aufgestellt und Stufenfundamente teilweise betoniert.

Mast 138 - Mast 140 (Standort Mönchshügel): fertig gestockt.

Mast 141 (Standort GVS Oberfüllbach - Friesendorf): Mastuntereil aufgestelllt.

Mast 142: fertig gestockt.

Hier endet meine Betrachtung.

Tobias


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#17

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 17.08.2015 23:01
von 219 006 • 1.058 Beiträge

Hallo Tobias!

Wieder eine tolle Fleißarbeit!
Weil es die 380 kV- Leitung und die ICE- Strecke gleichermaßen betrifft: Zeitungslink zu zwei Arbeitsunfällen

Grüße!


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#18

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 19.08.2015 21:33
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

@Uwe: Danke für den Link!

Allen am Ausbau von Hochspannungsnetzen Interessierten sei folgender Link empfohlen:

http://data.netzausbau.de/Charlie/NEP/NE...tzA-VorlErg.pdf

Auch unser Landstrich wird mit einem weiteren Vorhaben bedacht! "Projekt P44 Altenfeld - Schalkau - Grafenrheinfeld" zuzüglich eines Umspannwerks bei Schalkau mit 380/110kV-Transformator. Realisierungshorizont bis 2024.

http://data.netzausbau.de/Charlie/NEP/NE...oom=auto,69,764

Tobias


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#19

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 07.09.2015 19:51
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

in absoluter Kürze die Highligts der letzten 14 Tage:

Abschnitt 50 Hertz: M47 - M77:

Alle Maste im Bau oder fertiggestellt.
Vorseilfliegen mit Hubschrauber zwischen M47 - Weitspannfeld über Truckenthaler Grund - M48 - M49 am 26.08.15.

Abschnitt Tennet TSO: M101 - M136:

Alle Maste im Bau oder fertiggestellt.
Vorseilfliegen mit Hubschrauber im Abspannabschnitt M128 - M129 im Kreuzungsbereich mit BAB A73, NBS Ebensfeld - Erfurt und Straße Waldsachsen - Cortendorf und anschließend Beginn Auflegen der Leiterseile für 380kV und 110kv in KW35.

Vorseilfliegen mit Hubschrauber von M101 bis Mast 108, Zwischenabspannung erfolgte am M108. KW36.

Aufstellen Interimsmast M131 und M125 als Abspannportal mittels Notgestänge. Beide Punkte dienen der Verknüpfung der 380kV-Trasse mit der bestehenden 110kV-Trasse Coburg - Redwitz, die zwischen den genannten Masten auf einem Gemeinschaftsgestänge mitgeführt wird.
Der Bau der Verknüpfungsmaste im Profil der 110kV-Trasse macht die interimsmäßige Verschwenkung erforderlich.

Bei Gelegenheit gibt es wieder Bilder - versprochen.

Tobias


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#20

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 13.09.2015 23:01
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

in absoluter Kürze die akuellen Geschehnisse.

Abschnitt 50 Hertz:

Seilzug von M49 - M52.
M53 wird aktuell gestockt.
M67 wird aktuell gestockt. Besonderheit: einziger Winkelendmast auf der Strecke. Hintergrund: Hier wird künftig die Leitung in das noch zu bauende Umspannwerk Schalkau eingeführt.

Beobachtung am Rande: Am Baulager Seltendorf wurde in der vergangenen Woche ein Quad angeliefert. Dieses dient dem Ziehen des Vorseils anstelle des Hubschraubereinsatzes. Mögliches Einsatzfeld ist der Abschnitt M69 - M77 (Landesgrenze), wo nach dem Schneisenhieb nun ein befahrbarer, ca. 4m breiter Streifen hergestellt ist.
Desweiteren lagern am Baulager Seltendorf noch mehrere Seiltrommeln mit Leiterseil.

Abschnitt Tennet:

Seilzug von M129 - M131.
Abspannportale für M125 und M132 wurden errichtet und teilweise (M125) bereits beseilt.
M140 gestockt.

Herzstück


zuletzt bearbeitet 14.09.2015 00:14 | nach oben springen

#21

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 20.09.2015 23:31
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

Mast 132 dient der Anbindung der 110kV-Stichstrecke nach Neustadt bei Coburg. Der bestehende Abzweig von der 110kV-Trasse Coburg - Redwitz wird durch deren Neutrassierung von Waldsachsen auf den genannten Mast verlegt.
Weil Mast 132 in der Achse der bestehenden 110kV-Trasse positioniert wurde, waren für das Stocken besondere Maßnahmen zu ergreifen.

Die beiden 110kV-Stromkreise wurden um den neu zu errichtenden Mast 132 herumgeführt, um schließlich wieder die Bestandsmaste zu erreichen.

Die nachfolgenden Bilder sollen dies verdeutlichen:

Die höhergelegene GVS Neu- und Neershof / Waldsachsen - Rögen bietet einen schönen Aussichtspunkt auf die Geschehnisse.

Der Blick geht gen Süden mit den Maste 133, 134, 135, 136 (Parkplatz Coburger Forst an der BAB A73), im Vordergrund die Baustelle Mast 132. Die ganze Besonderheit dieser Mastbaustelle ist hier gut zu erkennen. Im Vordergrund führt ein Stromkreis der 110kV-Trasse verkabelt um die Baustelle herum, im Hintergrund der zweite Stromkreis als Freileitung mit Abspannportalen. Bei Mast 132 erfolgt gerade das Stocken des Mastschaftes, weitere Schüsse sowie die Traversen liegen bereit, ganz rechts außen die Erdseilspitze.
Bei Mast 133 werden gerade die Isolatorketten und die Laufräder für den Seilzug montiert.



Rechts der bestehende Mast 31 der 110kv-Leitung Coburg - Redwitz. Der rechte Stromkreis mit Abspannportal und bodenverlegten Kabeln.
Im Vordergrund vormontierte Traversen.



Die beiden Stromkreise erreichen in paralleler Führung von Mast 30 kommend die Abspannportale und umgehen auf unterschiedliche Weise die Baustelle für Mast 132, hinter dem man M31 erkennen kann. Das am oberen Bildrand in Bildmitte erkennbare (spannungsfreie) Erdseil der 110kV-Leitung wurde übrigens durch den Mastschaft M132 hindurchgeführt.



Insgesamt fünf Abspannportale wurden als sogenannte Notgestänge hergestellt, um den gezeigten Bauzustand zu realisieren.
Der Blick nun in Richtung Norden; rechts M131. Bis hierher ist der Seilzug von Mast 128 kommend bereits erfolgt. Auch der Seilzug auf der untersten 110kV-Ebene wird gleich mit ausgeführt. Gut zu erkennen die Rückankerseile zur Ableitung der resultierenden Leiterseilkräfte in den Boden.
Links ein einfaches Stangengerüst zum Schutze des Verkehrs auf der GVS, in Vorbereitung für den Seilzug.



Zu guter Letzt nochmals ein Detail des Abspannportals mit Übergang von Freileitung zu bodenverlegtem Kabel.



Weitere Ereignisse:

M67 Winkelendmast bei Schalkau wurde gestockt.

Vorseilfliegen mit Helikopter zwischen M68 und M69 über das Grümpental.

Herzstück


zuletzt bearbeitet 20.09.2015 23:35 | nach oben springen

#22

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 21.09.2015 18:30
von Baureihe 628 • 1.133 Beiträge

Hallo,

vielen Dank für die interessanten Bilder Tobias.

Was ich nach wie vor nicht verstehen kann, ist, wie man die 110 kV-Leitung ohne Abschaltung umhängen konnte.

Grüße,
Jan

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#23

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 23.09.2015 20:02
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo Jan,

ich vermute, dass die Umlegung der beiden Stromkreise zeitlich nacheinander erfolgte, wobei jeweils ein Stromkreis spannungsfrei geschaltet wurde.

Herzstück


zuletzt bearbeitet 23.09.2015 20:02 | nach oben springen

#24

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 24.09.2015 18:33
von 219 006 • 1.058 Beiträge

...Oder gaaanz dicke Handschuhe

=


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#25

RE: 380kV "Südwestkuppelleitung" Altenfeld - Landesgrenze - Redwitz

in NBS Ebensfeld - Erfurt 01.10.2015 21:17
von Herzstück • 3.690 Beiträge

Hallo,

Zeit für ein paar Neuigkeiten von der Trasse, Stand 28.09.15

Abschnitt 50 Hertz:

Seilzug bis Mast 52 in vollem Gange.

Weitspannfeld Mast 52 - Mast 53 (Truckenthal): Niederspannungsleitung Truckenthal mit Schutzgerüst und Schutznetz verbaut als Vorbereitung für Seilzug.

Mast 53 gestockt und rückverankert für Seilzug Mast 52 - Mast 53.

Mast 54 - Mast 57 Mastunterteile fertiggestellt, betoniert und Erdbau abgeschlossen. Noch keine Montage des Gestänges. In jedem Mastfeld sind Notportale mit Erdfüßen gelagert. Der Hintergrund hat sich mir bisher nicht erschlossen.

Mast 58 - Mastunterteil aufgestellt und Stufenfundamente betoniert, mit Folie abgedeckt.

Mast 59 - Mastunterteil aufgestellt und Stufenfundament betoniert, mit Folie abgedeckt.

Mast 60 - Mast 63: Trassenabschnitt Rödersgrund: umfangreicher Schneisenhieb in vollem Gange. Das Landschaftsbild ändert hier seinen Charakter! Aufgrund des dichten und überalterten Fichtenwaldes macht sich das "ökologische Schneisenmanagement" (Gehölz bis 8m darf stehenbleiben) hier leider kaum bemerkbar.

Mast 60 - Mastunterteil aufgestellt, betoniert, ausgeschalt. Erdbau nicht abgeschlossen.

Mast 61 - Mastunterteil aufgestellt, betoniert, ausgeschalt. Erdbau abgeschlossen.

Mast 62 - Mastunterteil aufgestellt, Bewehrung für Fundament noch nicht hergestellt.

Mast 63 - Mastunterteil aufgestellt, Bewehrung für Einzelfundamente hergestellt, noch nicht geschalt.

Mast 64 - Mastunterteil aufgestellt, Betonarbeiten und Erdbau abgeschlossen. Hier wurden bereits Einzelteile für das Gestänge angeliefert.

Mast 65 - Mastunterteil aufgestellt, Betonarbeiten und Erdbau abgeschlossen.

Mast 66 - Mastunterteil aufgestellt, Betonarbeiten fertig. Wiedereinbau Oberboden.

Mast 66 - Mast 67: Schutzgerüst für 110kV-Trasse Meilschnitz - Meiningen teilweise aufgestellt.

Mast 67 - Winkelendmast fertiggestellt. Von hier führt die beiden Stromkreise ab 2024 mittels Portalbauwerke in das noch zu errichtende Umspannwerk.

Mast 68 bis Mast 77 (Landesgrenze): Seilzug. Schneisenhieb ist hier abgeschlossen. Hier konnte ein etwas größerer Anteil des Gehölzes stehen bleiben.

Abschnitt Tennet:

Mast 101 - Mast 108: Seilzug fertiggestellt! Insgesamt 24 Leiterseile wurden aufgelegt.

Mast 108: Trommelplatz.

Mast 108 - Mast 116: Seilzug im Gange. Gezogen wird in Richtung Mast 116.

Mast 116: gestockt!

Mast 120 - Mast 121: Schutzgerüst über Bundesstraße B4 errichtet und Schutznetz teilweise aufgelegt.

Herzstück


zuletzt bearbeitet 01.10.2015 21:20 | nach oben springen

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