Quelle: Coburger Tageblatt/inFranken.de
http://www.infranken.de/nc/nachrichten/l...gsee-56141.html
Hält die Bahn bald am Goldbergsee?
28.05.10
Idee Die Pläne für eine Umweltschutz-Station liegen zwar wegen der angespannten Haushaltslage auf Eis. Trotzdem soll sich zwischen Neuses und Beiersdorf ökologisch einiges tun.
Der Goldbergsee wird zwar in erster Linie ein Hochwasserrückhaltebecken sein. Trotzdem gibt es bereits zig Ideen, das Gewässer auch für Freizeitaktivitäten zu nutzen. Das fängt bei einer Planetenwiese und einem Mehrgenerationenspielplatz an und hört bei einem Bootsverleih sowie Stellplätzen für Campingwagen noch lange nicht auf. Aber auch viele Umweltschützer sehen die Chance, rund um den Goldbergsee den Menschen ökologische Aspekte näher zu bringen. Um so größer war die Enttäuschung, dass für den Plan, eine Umweltschutz-Station zu errichten, vorerst kein Geld da ist. Diese Station hätte unter anderem auch einen Aussichtsturm beinhalten sollen, von dem aus Besucher das direkt angrenzende Vogelschutzgebiet Glender Wiesen hätten beobachten können. Joachim Träger vom Stadtplanungsamt bestätigte jetzt aber noch einmal auf Anfrage, dass das Projekt "nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben" sei.
Außerdem verwies Träger darauf, dass es unabhängig von der Umweltschutz-Station auch einige ökologische Ideen gibt, die sich vielleicht schneller umsetzen lassen. Das wären zum einen Infotafeln, die an verschiedenen Stellen rund um den See aufgestellt werden; dies geschehe unter anderem in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz. Ebenfalls als "ökologisches Mosaiksteinchen" bezeichnet Träger die Bemühungen der Stadt, am Goldbergsee eine Haltestation auf der Bahnstrecke Coburg-Bad Rodach einzurichten. "Bis in die 70er Jahre gab es da ja schon mal eine", sagt Träger, und zwar unweit des Bahnübergangs zum ehemaligen Fruchthof. Eine Reaktivierung könnte, so Träger, zu einer weiteren Attraktivitätssteigerung der Strecke beitragen - "für Ausflügler aus Coburg als auch für Kurgäste aus Bad Rodach."
Erste Gespräche mit der Bahn sowie dem künftigen Betreiber der Strecke hätten zwar noch keinen Erfolg gebracht, doch die Stadt werde dieses Ziel weiter verfolgen. os