Eisenbahn in Franken und Thüringen
#1

Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 29.09.2009 19:27
von Regnitztaler (gelöscht)
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Servus,

als Anregung diente mir dieser Kommentar von Willi zu einem aktuellen Gesprächsthema über den Sinn der S-Bahn nach Forchheim und weitere Planungen.


Zitat von willi
In Kersbach ist ja nur der westliche Bahnsteig auf Gleis 2 gemacht worden, Richtung Süden, am Hausbahnsteig hat sich nix getan! Wenn ich das richtig erahnt habe, werden Vorbereitungen getroffen südlich des bestehenden Bahnsteigs, unter bzw. nach der Brücke. Kann es sein, das der provisorische Bahnsteig da hin soll? Und, soll das etwa während des Betriebs gemacht werden? Geht das überhaupt, alle paar Miuten wieder warten bis ein Zug durch ist.
In Baiersdorf genauso, nur in Richtung Süden gibt es einen angepassten Bahnsteig für die S-Bahn. Der Mittelbahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 ist noch unverändert. Was ist denn da geplant?
Bubenreuth ist ferig, man macht da noch an dern Aufgängen / Rampen rum.
In Erlangen-Bruck hat sich gar nichts getan. Der Haltepunkt soll doch bestehen bleiben, oder wird der aufgegeben für die Paul Dingsda Straße?
Eltersdorf - Fehlanzeige, da ist nix anders geworden, nur die ersten Blätter welk. Na, und was danach kommt steht ja eh in den Sternen. Vach doch als S-Bahnstation erhalten (dafür-dafür-dafür, man denke mal an die Footballer!) oder eine Station für die Stadelner auf dem Gemüseacker?
Für mein Empfinden haben da zu viele Hände / Parteien allen möglichen Einfluss, dann noch die lange Zeit seit Projektierung, Änderungen in sonstigen Planungen (das Gewerbegebiet im Konoblauchsland, was gestrichen wurde), oder, wie bei uns hier, dass sich plötzlich die Bezirksregierung aus dem fernen Bayreuth einmischt, und und und.... Da muss ja ein Chaos bei rauskommen.
Gruß, Willi



Kersbach wird jetzt unter "rollendem rad" umgebaut. Wie es mit Baiersdorf Gleis 2/3 aussieht, weis ich nicht.
Ich denke aber, dass passiert dann in den nächsten Sommerferien. Dann wird wahrscheinlich auch Bruck, Eltersdorf und Unterfarrnbach provisorisch umgebaut.
Natürlich wieder verbunden mit einer Streckensperrung.

Schau dir mal die Strecke Nürnberg-Neumarkt an. Dort wurden jetzt alle Bahnsteige unter rollendem Rad für die S-Bahn umgebaut.
Die sind schon komplett fertig dort, bis auf den Neumarkter Bahnhof.



Der Bahnhof Vach wird 2011 nicht mehr bedient, das ist sicher! Dafür wird ca. 2 km weiter Richtung Fürth ein provisorischer Bahnhof Stadeln errichtet.


Der S-Bahn Schwenk durchs Knoblauchsland ist, wie die komplette S-Bahn, total hirnlos geplant.
Am ehemals geplanten Gewerbepark Nbg/Fü/Er soll die S-Bahn Station Steinach errichtet werden.
Mitten in der Pampa, da führt nur ein Feldweg hin! Der Gewerbepark wird nicht gebaut, dass steht schon seit einigen Jahren fest.


Die Stadt Fürth ist mit dem Streckenschwenk durchs Knoblauchsland nicht einverstanden, und möchte die S-Bahntrasse neben der bestehenden Stammstrecke haben und den Bahnhof Vach erhalten.
Die Stadt Nürnberg befürwortet den Streckenschwenk, weil dadurch die nödlicheren Stadteile z.b. Boxdorf angebunden werden.

Um nun umzuplanen, sind viele viele Jahre nötig! Es muss ein neues Planfeststellungsverfahren und der ganze Kram her!
Aber zuerst muss es natürlich zwischen Nü und Fü eine Einigung geben, ist bekanntlich schwer bei beiden Städten.



Bestimmt ist der Plan der S-Bahn nach Forchheim schon älter als 5 Jahre, also schon längst wieder überholungsbedürftig, weil zum damaligen Zeitpunkt
evtl. maßgebende Faktoren noch nicht eingetreten sind bzw. eintreten werden. Die Bahn, insbesondere die neue S-Bahn, soll für Kunden ja attraktiv sein.
Täglich wollen alleine von Erlangen 50.000 Pendler nach Nürnberg und wieder nach hause! Das sind 100.000 Pendlerbewegungen alleine zwischen Nürnberg und Erlangen täglich! Die Mehrzahl davon qäult sich mit dem Auto über die Autobahn, die desswegen schon proppenvoll ist, genauso wie die Züge. Ich erlebe es jeden Tag.
In Zukunft sollte der Faktor Umweltfreundlichkeit einen großen Einfluss auf die Planungen haben, dazu sollte die S-Bahn also attraktiv genug sein, um vom Auto auf den Zug zu steigen! Ob das vor 5 Jahren bei der Planung berücksichtigt wurde?

Und mit einem 20 Minuten Grundtakt zwischen Erlangen und Nürnberg, ich sage es schon jetzt, ist die S-Bahn einfach viel zu unattraktiv um vom Auto auf den Zug zu steigen! Perfekt wäre ein 10 Minuten Takt, zumindest in den Stoßzeiten zwischen Erlangen und Nürnberg und ein 20 Minuten Takt zwischen Forchheim und Nürnberg.
Für die S-Bahn nach Forchheim fehlt einfach das Geld. Das wird irgendwo in Straßenprojekte oder sowas gesteckt.


Zudem fehlt es im Erlanger/nördlichen Forchheimer Umland einfach an einer leistungsstarken Ost-West Schienenverbindung.
Die Herzogenauracher wollen eine S-Bahn von Herzogenaurach nach Erlangen, was sicherlich den Straßenverkehr sehr entlasten würde!
Auch Fahrgastpotenzial ist reichlich vorhanden!
Dann sollte, wie damals die "Seekuh", wieder eine Schienenverbindung von Eschenau über Neunkirchen nach Erlangen gebaut werden und ebenfalls als
S-Bahn geführt werden. Auch auf dieser Achse platzt der Straßenverkehr aus allen Nähten!

Die Straßenbahn nach Thon wird ja jetzt 4 km entlang der B4 Richtung Erlangen bis nach Buch ausgebaut.
Ich hoffe, das ist eine erste Etappe, um irgendwann einmal mit der Straßenbahn vom Norden Nürnbergs über Buch, Tennenlohe ins Erlanger Stadtzentrum zu kommen! Natürlich sollte Erlangen dazu untertunnelt werden.


Aber, sollten diese längst überfälligen Dinge wirklich einmal eintreten, werden wir es sicherlich nicht mehr erleben. :-)





zuletzt bearbeitet 29.09.2009 19:30 | nach oben springen

#2

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 16.10.2009 18:34
von Regnitztaler (gelöscht)
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Talent2 - BR 442 - Sardinenbüchse?

Hier ein paar grundlegende Daten zum unserem 442 für die S-Bahn:

Länge über Kupplung: 72,3m
Länge einer Doppeltraktion: 144,3m
Länge einer Dreifachtraktion: 216,9 m
Nutzbare Länge der neu umgebauten S-Bahnsteige: 140m


Sitzplätze 1x Talent2: 263
Sitzplätze n-Wagen (5er Garnitur): 438 (!!)

Fazit:
Eine einzelne Talent2 Garnitur kommt nicht an die Kapazität einer momentan fahrenden 5er n-Wagen Garnitur. Um die Kapazität zu erhöhen, müssten die Talent2 in Doppeltraktion fahren. Jedoch wird bei einer Doppeltraktion die Bahnsteiglänge überschritten, was aber, wegen den weit hinten liegenden Türen, kein Problem darstellen sollte.
Nur, wie reagiert die Bahn dann auf einen plötzlich enorm gestiegenen Fahrgastzuwachs, vorallem in der HVZ? Mit einer Doppeltraktion wäre dieser sicher nicht zu bewältigen, da muss eine Dreiertraktion her. Diese wäre dann aber zu lang für die Bahnsteige.
Den Takt verdichten? Der niedrigste Takt von 20 Minuten wird wohl nur in der HVZ gefahren.
Die wäre hier morgens von 5.30 Uhr bis 8.30 Uhr und Nachmittags ab 12.00 bis 18/19 Uhr.


Stellt unsere neue S-Bahn dann eigentlich eine Verbesserung oder eher eine Verschlechterung der Lage dar?



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#3

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 16.10.2009 20:40
von willi (gelöscht)
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Hallo Fabi!

*lol, Deine Signatur ist ja Spitze, von wegen mit den 30 Jahren Verspätung!

Zum Eigentlichem Deines Beitrags: die n-Wagenzüge werden von der S-Bahn im eigentlichem Sinne ja nur an den Stationen ersetzt an denen es bisher keine RE-Halte gab - oder? Dazu Fragen: sind die Bahnsteige (also die endgültigen, die es ja noch gar nicht gibt) in Fürth, Erlangen, Baiersdorf und Forchheim denn genauso kurz wie an den anderen? Und, wird denn die S-Bahn grundsätzlich an allen Bahnsteigen halten, oder/und gibt es zukünftig dann irgendwann nicht doch zusätzlich zur S-Bahn auch noch Expresse, mit DoStos? Die passen ja eigentlich offensichtlich an jeden Bahnsteig, selbst unser Eggolsheim-exclusiver an die neuen Interimsbahnsteige.

Der Teil des Problems wäre dann also gelöst, wenn es weiterhin REs gibt.

Und ansonsten: überall, wo die Bahnsteige in den vergangenen Ferien verkürzt wurden ist der Platz ja noch vorhanden, dann muss man eben nochmal ein paar Doppel-T-Träger versenken und Betonfertigteile dazwischen setzen, flugs sind die Bahnsteige ja wieder länger. Oder glaubt hier etwa jemand, dass unsere Provisorien 2046 verschwunden sein werden?

Außerdem: die gesamten Maßnahmen an der Strecke hier insgesamt bisher dienen ohnehin nur der Erhaltung der Arbeitsplätze in der Fahrzeugindustrie (keinesfalls zur Sicherung der Gewinne derselben, wie radikale Systemkritiker immer wieder kolportieren!), die Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen von ICE-Triebzügen stehen zukünftig dann vor dem Problem, neue Fernverkehrszüge auf das Gleis zu stellen - auf einer Strecke die einst als Neubau U-Bahn durch den Thüringer Wald konzipiert wurde für den ICE-1, andere gab es ja noch gar nicht.
Schade irgendwie das ich hier in Eggolsheim die Eröffnung der ersten ICE-Museumsbahn mit der Durchfahrt des als von der AG offiziell einzigem erhaltenen 401er Triebzug nicht mehr werde ablichten können.

Jedoch, die Fahrezugindustrie ist innovativer als hier irgendwer zu vermuten mag: man arbeitet bereits am DoStoTalent für die S-Bahn! Für einen noch schnelleren Fahrgastwechsel wurden hier in NEO sogar schon erste Vorplanungen für Doppelstock-Bahnsteige aufgenommen - Versuchsbetrieb ist freilich bisher nur konzipiert, man möchte der Historie des Streckenabschnitts ja treu bleiben! Der erste reguläre Einsatz ist unweit der heutigen Station Vach angedacht, mitten auf dem Knoblauchfeld, damit die vielen Erntehelfer pünktlich zu ihrem Arbeitsplatz gelangen können.

Ist' s nicht toll auf dieser schönen neuen Welt, an alles wird gedacht!

Gruß, Willi


PS an den Forenchef Michel: schön, das sich zitierte Beiträge farblich, eben blau absetzen! Aber, für meine alten Augen jedenfalls voll daneben ist das kursive - das taugt (noch) nicht die PC-Technik, tut nur in den AUgen weh!


Zitat von Regnitztaler
Talent2 - BR 442 - Sardinenbüchse?
Hier ein paar grundlegende Daten zum unserem 442 für die S-Bahn:
Länge über Kupplung: 72,3m
Länge einer Doppeltraktion: 144,3m
Länge einer Dreifachtraktion: 216,9 m
Nutzbare Länge der neu umgebauten S-Bahnsteige: 140m
Sitzplätze 1x Talent2: 263
Sitzplätze n-Wagen (5er Garnitur): 438 (!!)
Fazit:
Eine einzelne Talent2 Garnitur kommt nicht an die Kapazität einer momentan fahrenden 5er n-Wagen Garnitur. Um die Kapazität zu erhöhen, müssten die Talent2 in Doppeltraktion fahren. Jedoch wird bei einer Doppeltraktion die Bahnsteiglänge überschritten, was aber, wegen den weit hinten liegenden Türen, kein Problem darstellen sollte.
Nur, wie reagiert die Bahn dann auf einen plötzlich enorm gestiegenen Fahrgastzuwachs, vorallem in der HVZ? Mit einer Doppeltraktion wäre dieser sicher nicht zu bewältigen, da muss eine Dreiertraktion her. Diese wäre dann aber zu lang für die Bahnsteige.
Den Takt verdichten? Der niedrigste Takt von 20 Minuten wird wohl nur in der HVZ gefahren.
Die wäre hier morgens von 5.30 Uhr bis 8.30 Uhr und Nachmittags ab 12.00 bis 18/19 Uhr.
Stellt unsere neue S-Bahn dann eigentlich eine Verbesserung oder eher eine Verschlechterung der Lage dar?

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#4

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 16.10.2009 21:17
von andreas.muenchen • 3.423 Beiträge

Hi,

vielleicht verkehren ja durchaus mehrteilige Talent-Züge. Die Wagen die nicht an die Bahnsteige passen, verkehren eben leer und verschlossen und werden nur für Reisende freigegeben, an Bahnsteigen die ausreichend lang sind. Siehe 10 Wagen NIM in der früh von Nürnberg nach München.

Andreas

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#5

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 16.10.2009 21:58
von willi (gelöscht)
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Hallo Andreas!

Hä? Wie jetzt? Na klar können auch Talent-Züge unendlich-teilig verkehren, oder besser noch einige Güterwaggons mitnehmen von unterwegs - aber, wenn die Triebzüge, die nicht an den Bahnsteig passen verschlossen sind haben die Fahrgäste doch gar nichts davon?
Ich vermute mal, das der von Dir erwähnte Zug des NIM aus betrieblichen Gründen so (teilweise verschlossen?) fährt, was ja gewiss eine tolle Sache sein kann. Aber, von einem Waggon, in den ich nicht einsteigen kann, weil er nicht am Bahnsteig steht oder verschlossen ist habe ich ja nun mal rein gar nichts.
Oder doch? Kann mich ja an einem Reifen festbeißen - ach nee jetzt, die gibts ja nur beim Auto, also dann doch am Puffer festknutschen.

Was es hier braucht, was wir fordern an der 820 ist viel einfacher: eine funktionierende Eisenbahn-Nahverkehrsverbindung zum Arbeitsplatz ins Herz der Metropolregion, oder für unsere Kinder in die andere Richtung zur weiterführende Schule. Aber sofort, und funktionierend, zuverlässig. Da nehmen wir dann gern auch in Kauf, dass andere Menschen, im Fernverkehr hier nur durchrauschen wollen. Es ist aber nicht hinnehmbar, das meine Kinder auf die Welt gekommen sind zu der Zeit, wo genau das plötzlich zum Thema wurde, denn vorher ließ nun wirklich absolut keiner auch nur einen Furz über die 820, die direkte Verbindung ins sozialistische Ausland, wenngleich das aber auch wiederum gar kein Ausland war.

Das waren für mich wirklikch bewegende Zeiten in meinem Leben, meine Kinder kamen auf die Welt und die Grenzen und Mauern fielen! Jetzt, rund 20 Jahre später ist an unserer Eisenbahnstrecke aber auch fast noch nichts anders geworden! Außer das meine Kinder die Museumsbahnverbindung nach Hirscdhaid zur Realschule nutzten, ich meinen Arbeitsplatz, so er denn mal im Messezentrum Nürnberg war nicht erreichen oder verlassen konnte. Hier hat sich genau das verändert: 0, in Worten Null, nur wegen Palermo - Malmö!

Na Danke! Gruß aus NEO, Willi


Zitat von andreas.muenchen
Hi,
vielleicht verkehren ja durchaus mehrteilige Talent-Züge. Die Wagen die nicht an die Bahnsteige passen, verkehren eben leer und verschlossen und werden nur für Reisende freigegeben, an Bahnsteigen die ausreichend lang sind. Siehe 10 Wagen NIM in der früh von Nürnberg nach München.
Andreas

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#6

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 16.10.2009 23:32
von Martin • 1.154 Beiträge

Na irgendwann ist auch beim Talent mit Kuppeln schluss. Der 643 darf ja auch nur dreifach, ich denke mehr geht beim 442 auch nicht.


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#7

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 17.10.2009 00:10
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von willi
PS an den Forenchef Michel: schön, das sich zitierte Beiträge farblich, eben blau absetzen! Aber, für meine alten Augen jedenfalls voll daneben ist das kursive - das taugt (noch) nicht die PC-Technik, tut nur in den AUgen weh!


Schön und gut, aber welche Farbe möchtest du haben, so dass alle zufrieden sind?

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#8

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 17.10.2009 00:36
von willi (gelöscht)
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Zitat von Martin
Na irgendwann ist auch beim Talent mit Kuppeln schluss. Der 643 darf ja auch nur dreifach, ich denke mehr geht beim 442 auch nicht.




Hallo!

Was geht, oder wirklich nicht geht ist zweierlei! Ich meine jetzt, tatsächlich physikalisch, naturwissenschaftlich bewiesen nicht geht im Gegensatz zu dem, was doch klappt.

Mein Vater "durfte" als gerade mal 17 jähriges Kind aus dem damalig vorpommerschen Gramenz, mit einem Maschinengewehr bewaffnet, als Panzerfahrer gen Moskau stürmen. Grzmiąca wird dieser Ort Heute benannt, er liegt (gerade wieder mal) in Polen, dem Staat, in dem sprichwörtlich noch nichts verloren ist - außer der Vergangenheit?

Sein Vater, also einer meiner Großväter, war in Gramenz Bahnhofsvorsteher, als preußische Amtsperson mit diesem überaus wichtigem Titel für einen eigentlich Dorfbahnhof versehen und auch mit einer Uniform versehen. Was mir die beiden, also mein Vater und dieser Großvater davon berichteten, wie es, besonders auf dem Rückzug deutscher Truppen per Eisenbahn dort zuging läßt uns nur lächeln - da schmeißt man doch einfach nur mal ein Doppelwinkeleisen vom Bau über die Kupplung und dann ist echte Mehrfachtraktion möglich!
Wie jetzt - elektrisch ist nicht mehr, elektronisch schon lange nicht? Sag ich doch, ein Stück Eisen wird gebraucht.

Gruß, an meinen Papa, und den Opa, aus NEO

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#9

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 17.10.2009 00:44
von willi (gelöscht)
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Zitat von 120er_Michl

Zitat von willi
PS an den Forenchef Michel: schön, das sich zitierte Beiträge farblich, eben blau absetzen! Aber, für meine alten Augen jedenfalls voll daneben ist das kursive - das taugt (noch) nicht die PC-Technik, tut nur in den AUgen weh!


Schön und gut, aber welche Farbe möchtest du haben, so dass alle zufrieden sind?




Hallo Michael!

Die Farbe ist wurscht! Was mich stört ist das kurisve.
Also, ein großes i ist nicht mehr senkrecht - oder, Dein Foto kippt (um 0,001 Grad).

Belasse es bei blau, nimm [k] raus, und zumindest ich bin zufrieden. Ist ja schon mal was, odda?
*winke in die große Kreiststadt, Willi

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#10

RE: Gedanken zur S-Bahn

in S1 Bamberg-Nürnberg-Hartmannshof 17.10.2009 12:45
von Regnitztaler (gelöscht)
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Hallo,

danke Willi für deine tollen Gedanken! ;-)

Die Bahn hat ja Anfang des Jahres über 700 Doppelstock-Triebwagen bei Bombardier bestellt.
Ich glaube aber kaum, dass die hier für den S-Bahn verkehr bestimmt sind.

Fürs "E-Netz Franken" (Nürnberg-Bamberg-Sonneberg/Schweinfurt) sind ja auch Talent2 vorhergesehen.
Hier wären meiner Meinung dann diese neu bestellten Doppelstocktriebwagen viel sinnvoller gewesen.
Man hätte mit der Ausschreibung nur ein Jahr warten müssen, dann hätte sich die DB bzw. deren Tochter RSB bestimmt auch mit den Doppelstocktriebwagen beworden.
Bei der Ausschreibung des "E-Netz Franken" wurde ja ein Flügelkonzept vorgegeben, welches sich am besten natürlich mit Triebwagen
umsetzten lässt, deswegen müssen wir vom lokbespannten Nahverkehr und den geliebten Dostos in absehbarer Zeit Abschied nehmen.

Es soll ja zudem eine Regionalverbindung von Nürnberg nach Jena geben, Grund sei es, die Freizeitregion Frankenwald besser von beiden Seiten zu erschließen und die Universitäten in Thürigen und Mittelfranken zu verbinden. Da frage ich mich, wer will schon freiwillig von hier eine längere Fahrt unternehmen, wenn die fränkische Schweiz vor der Haustüre liegt? Und welcher Student nutzt freiwillig den Nahverkehr (Bummelzug) von der Metropolregion aus, um nach Jena/Thüringen zu kommen, wenn es dafür scho längst die Alternative ICE gibt?? Tariflich und fahrzeitmäßig lohnt sich doch der ICE auf dieser Verbindung doch viel eher.

Daher sollte die Bahn, bevor sie große Sprünge nach Thüringen macht, erstmal Zuhause in der Metropolregion vor der Türe kehren und für attraktiven und zuverlässigen Eisenbahn(nah)verkehr sorgen.
Wie Willi es so schön gesagt hat, Zitat:

In Antwort auf:
Was es hier braucht, was wir fordern an der 820 ist viel einfacher: eine funktionierende Eisenbahn-Nahverkehrsverbindung zum Arbeitsplatz ins Herz der Metropolregion, oder für unsere Kinder in die andere Richtung zur weiterführende Schule. Aber sofort, und funktionierend, zuverlässig. Da nehmen wir dann gern auch in Kauf, dass andere Menschen, im Fernverkehr hier nur durchrauschen wollen.






Die Bahnsteige in Bruck, Eltersdorf, Vach und Unterfürberg sind 210m lang.
Forchheim, Hirschaid, Baiersdorf wurden auf 170m verkürzt. Forchheim war vorher 370m, Hirschaid 210m, Baiersdorf 210.
In Baiersdorf steht am nördlichen Bahnsteigende übrigens eine Holzkonstruktion, die den Bahnsteig von 140m auf 170m
verlängert. Die wird wohl auch nur mittelfristig dort stehen bleiben und irgendwann wegkommen.

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